Montag

Auf Besuch bei den tierischen Verwandten

Still und behaglich sind die Weihnachtstage vorbeigegangen. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe dieser Tage eine Amsel gehört ihr Frühlingslied trillern. Ich hörte zwei- dreimal intensiv hin, weil es mir irgendwie surreal vorkam, aber so war es tatsächlich. Und gestern sah ich vom Tram aus einen großen Basilikumstock an einer Hausmauer, übersät mit lila Blüten noch und noch. 

In der Nacht zum Sonntag war es endlich etwas kälter, so bei Null Grad, vielleicht kommt der Winter doch noch. Vor einem Jahr am Montag, den 29.12.14 hat es viel geschneit und morgens war es minus 10 Grad.

Gestern am Weihnachtssonntag auf Besuch bei den tierischen Verwandten im Zoo. Nicht wenige hatten dieselbe Idee, und der Zoo füllte sich mehr und mehr im Verlauf des Nachmittags. Als wir so um 15.00 Uhr auf dem Heimweg waren, strömten noch massenhaft Besucher hinein.

Hier einige Bildeindrücke
(Bilder durch anklicken vergrößern)

Ein Storchenpaar zog es nicht nach Spanien zum überwintern, warum so weit fliegen, wenn die Sonne und genügend Speisen zum Bleiben locken.


Die schönen Kamele. Habe mal gehört der Name Kamel bedeute das Schöne. Was in meinen Augen stimmt, ich finde es ist ein schönes Tier, sein Anblick hat etwas Besänftigendes. Warum es als Schimpfwort missbraucht wird, ist mir ein Rätsel.


In diesen mongolischen  Jurten kann man zu Sommerzeiten übernachten und den Zoo by night erleben. Ein Abenteuer, das gerne gebucht wird.


Ja, viele hatten dieselbe Idee wie wir, meine Bekannte und ich, und erfreuten sich an diesem wunderschönen Wintersonntag an den Tieren im Zoo. Und der Spielplatz blieb auch nicht leer.


In der Stadt schwebte gestern eine fröhliche und friedliche Energie in der Luft. So viele freundliche und glückliche Gesichter bei all den Menschen, die in den Strassencafés sassen und sich am Sonnenschein erfreuten, habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Alles ruhig und gelassen, nichts Hektisches, na ja, nach den Feiertagen ist vor den Feiertagen-:)


Nun zu den Elefanten, meinen absoluten Lieblingstieren, neben den Vögeln. Auf dem Bild sind Mutter Indi, die kleine Omysha (bedeutet Lächeln) und Tante Druk zu sehen.

Unten das Video der kleinen Omysha ist ein absoluter Hit auf youTube. Es wurde schon über 6 Millionen Mal angeklickt. Es zeigt wie die kleine Omysha ausrutscht und Mutter und Tanten schnell herbei springen um ihr helfen aufzustehen. Ein Student hat die Szene zufällig gefilmt und auf youTube gestellt, er kann jetzt damit einen Batzen verdienen-:)


Hier noch das Video des Zoo Zürich: Ein Jahr mit Omysha. Herzig wie Omysha tschuttet (Fussball spielt).


Ich lese gerade in meinem Weihnachtsgeschenk: „Der Elefantenflüsterer“ (Mein Leben mit den sanften Riesen und was sie mir beibrachten) von L. Anthony. 

Ich zitiere aus dem Vorwort:
Unter dem Mikroskop sind lebendige Organismen nichts weiter als eine Ansammlung von Zellen und Chemikalien. Aber was ist mit dem, was man nicht sehen kann? Der Lebensenergie etwa, dieser entscheidenden Triebkraft, die allen Lebewesen innewohnt – der Akazie ebenso wie dem Elefanten. Lässt sich diese Energie überhaupt sicht- und greifbar machen?


Meine Herde hat mir gezeigt, dass dies möglich ist. Sie hat mir bewiesen, dass es in der Welt der Elefanten Werte wie Verständnis und Großzügigkeit gibt; dass diese Dickhäuter gefühlvolle, fürsorgliche und außerordentlich intelligente Wesen sind; und dass sie gute Beziehungen zu uns Menschen durchaus zu schätzen wissen.

Ein anderes Mal erzähle ich mehr über „meine“ Elefanten im Zoo.


Dann zum Abschluss noch in die Masoala-Regenwaldhalle↓, Winterjacke ausziehen und rein in den Urwald. Die Kamera versagte bei der Luftfeuchtigkeit, das sind die zwei einzigen Fotos, die gelungen sind. 



Und da steht der Herr Pinguin und sinniert, wann denn endlich Schnee vom Himmel fällt. Ich kann ihn etwas trösten, auf Neujahr könnte es ein wenig Schnee geben, sagt der Meteorologe, auf jeden Fall wird es kälter.


Geniess die Gegenwart mit frohem Sinn,
sorglos, was dir die Zukunft bringen werde.
Doch nimm auch bittern Kelch mit Lächeln hin –
vollkommen ist kein Glück auf dieser Erde.
Horaz 65 v. Chr. – 8 v. Chr.

Liebe Grüsse aus dem
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