Dienstag, 21. Juli 2015

1000 Augen und Vieles mehr ~ Ein kleiner Sommergruss

Prachtvoller blauer Pfau. Kürzlich angetroffen im Zoo Zürich↓


(Bilder durch anklicken vergrößern)


Unermüdlich präsentierte er uns seinen „1000-äugigen“ Federfächer, ließ die Federn mit einem lauten Raschelgeräusch erzittern, wollte er uns bezirzen oder verjagen?


1000 Augen schauen dich an


Schön oder abschreckend je nach Perspektive


Die plastisch leuchtende Federzeichnung von blau irisierenden Augen soll Fressfeinde abschrecken. Wenn dies nicht genügt, um einen Angreifer in die Flucht zu schlagen, setzt er die gefächerten Schwanzfedern in eine laut rasselnde Bewegung. 


wie ein Model zeigt er sein beeindruckendes Federkleid


Wahrscheinlich hat er uns angebalzt, er drehte und wendete sich wie ein Model um uns seinen glitzernden Federfächer von allen Seiten zu präsentieren. Er ließ sich problemlos fotografieren als ob er unsere Aufmerksamkeit genösse. 

Ich stand etwa in zwei Meter Entfernung vor ihm, er blieb stehen und schaute mir tief in die Augen (lächel). Die Botschaft ist angekommen – na ja, nachträglich:)


Aufgrund ihres auffälligen Aussehens gelten vor allem die Männchen als die ältesten Ziervögel der Menschen. Bereits in den Sagen der griechischen Antike wurden sie erwähnt. 

Als standorttreue Vögel werden die ursprünglich in Indien und Sri Lanka beheimateten Tiere heute weltweit als Haustiere gehalten. (alles lesen auf Wikipedia↓)

Der blaue Pfau hat einen stark entwickelten Geruchs- und Gehörsinn. In Indien, wo er in den Wäldern lebt, wird der blaue Pfau von den Einheimischen geschätzt, da er junge, giftige Kobras frisst und mit seinem schrillen Schrei vor Tigern warnt.

Einen schreienden Pfau auf YouTube gefunden

Im Zoo hat der Pfau auch schrill geschrieen, glücklicherweise waren da weder Tiger noch Kobras in unmittelbarer Nähe, auch geregnet hat es nicht, obwohl sein Ruf „minh-ao“, soviel wie „Regen kommt!“ bedeuten soll.

In der Mythologie hat der Pfau eine besondere Stellung, dazu habe ich im Internet einen interessanten Link gefunden „Der Pfau als Symbol in Asien“ von  Tamara Aberle.

Ich zitiere etwas verkürzt daraus: In China ist der Pfau ein Sinnbild für Schönheit, Reichtum, Königlichkeit, Leidenschaft, die Seele und die Liebe.
Er ist ein heiliges Tier und verkörpert das Rad des Lebens.



Der buddhistischen Legende nach ist der Pfau dazu fähig mühelos giftige Tiere essen zu können, dazu zählen auch die Giftschlangen. Er wandelt dieses viele Gift um und schmückt damit sein prächtiges Federkleid, welches in den verschiedensten Farben leuchtet und jedem, der es erblickt, Freude bereiten kann. 

Im übertragenen Sinn stehen die Pfauenfedern dafür, Wut, Aggression, Miss-gunst und Eifersucht sowie Arroganz  in Positives umzuwandeln. In Weisheit und Barmherzigkeit.


Ich bin beeindruckt vom Wunder der Natur, das uns durch die Schönheit dieses Lebewesens vermittelt wird.

Liebe Grüsse aus dem
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