Montag

Licht aus ~ Räbeliechtli an ~ Novemberbrauchtum

Halloween? Nein, Räbeliechtli. Immer im November ziehen in den ver-schiednen Quartieren der Stadt die Kinder mit ausgehöhlten und geschnitzten Räbenlichtern durch die Strassen und und haben einen Riesen Spaß.

Als Räbenlichter bezeichnet man im alemannischen Raum eine traditio-nelle Laterne, gefertigt aus Herbstrüben (Bezeichnung im alemannischen Sprachraum Räbe). Rüben nahmen im Mittelalter die gleiche Stellung in der Grundernährung ein wie die heutige Kartoffel. 

Aus Anlass des Einbringens der letzten Feldfrüchte im November stellen die Kinder in verschiedenen Schweizer Kantonen solche Laternen her. 
Quelle Wikipedia HIER↓ alles lesen.

Am letzten Samstag am 1. November war ich endlich auch einmal als Zuschauerin an einem solchen Umzug dabei, dem grössten in der Stadt, im Quartier Albisrieden. Fast ganz dunkel in den Strassen, die Strassenlaternen sind ausgeschaltet. Ein ungewohntes Gefühl so im Dunkeln zu tappen. 


Doch dann kommt ganz viel Licht aus dem Dunkel. Unzählige geschnitzte Räbenlichter erstrahlen in verschiedenen Sujets.


Einen lustigen Artikel zu diesem Brauch und zum Räbenschnitzen habe ich auf Blogwiese gelesen. Ein deutscher Vater, der seine Erlebnisse schildert, als er sich damit konfrontiert sah am Räbelichtli-Umzug mitzumachen. 
HIER↓ gibt es etwas zu lachen-:)


Die Kinder tragen die geschnitzten Räben an einem Stecken wie eine Laterne oder ziehen mit kleinen Leiterwagen gefüllt mit Räbenlichtern vorbei.

An drei Schnüren aufgehängt und an einem Stock getragen, werden die mit einem Kerzchen  bestückten Räbenlichter von den Kindern durch die dunklen Strassen getragen, wobei das Licht vor allem bei den Sujets durch die dünnen Wände scheint. HIER↓ alles lesen Wikipedia


Selbst die Biene Maja war dabei und leuchtete ganz gespenstisch-:)

Auch der Mond war anwesend, nicht nur als geschnitztes Motiv auf den Räben, nein auch oben am Himmel.


Räbeliechtli, Räbeliechtli,
wo gasch hii?
I de tunkle Nacht,
ohni Schtärneschii,
da mues mis Liechtli sii.

Räbeliechtli, Räbeliechtli,
wo bisch gsii?
Dur d’Strass uuf und s’Gässli ab,
Gäll Liechtli lösch nöd ab.

Räbeliechtli, Räbeliechtli,
wänn gahsch hei?
Wänn de Biiswind blast
und mer s’Liechtli löscht
dann gahn ich wider hei.


Der Ursprung dieses Brauchs ist in Dunkelheit gehüllt. 


Über den, laut Guiness-Buch der Rekorde, grössten Räbenlichterumzug der Welt in der Gemeine Richterswil am Zürichsee, wird gesagt:

Das Lichterfest zu Martini hat angeblich seinen Ursprung in einem bäuer-lichen Dankopfer für das Einbringen der letzten Feldfrüchte vor dem nahenden Winter. Die Frauen vom Berg gingen mit der Räbe, dem Licht- und Wärme-spender zugleich, durch die kärglich beleuchteten Strassen ins Dorf zum Dankgottesdienst. HIER↓ alles lesen Wikipedia


Wie auch immer, es ist schön, dass sich dieser Brauch so lange halten konnte und jedes Jahr vielen Kindern und auch Erwachsenen Freude bringt.


Viel Energie und Fantasie haben die Kinder und Jugendlichen in ihre Räben-lichter-Kreationen gesteckt. Wirklich fantastisch!


Zum Abschluss eine Bratwurst und ein Stück Brot und etwas Geplauder im Schulhof im Licht all der fröhlich leuchtenden Räbenlichtern.


Videos dazu, die ich auf YouTube gefunden habe
Räbeliechtli schnitzen

Räbelichtli-Umzug in Zürich-Altstadt

Grösster Räbenlichterumzug der Welt in Richterswil


Alles Gute im November und liebe Grüsse aus dem
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