Freitag

Ein Wintermärchen: Pferdeschlitten, Schlossgespenst etc.

Kürzlich bekamen wir im Gehirnjogging die Aufgabe eine kleine Geschichte zu erzählen.  Ein Wintermärchen, welches folgende Begriffe enthalten sollte:

Waldweg
Pferdeschlitten
Schneeball
Krähennest
Schlossgespenst
Weinflasche

Die Reihenfolge in der die obigen Begriffe verwendet werden sollten, spielte keine Rolle. Die Trainingsziele: Wortfindung und Fantasie.

Erst dachte ich „du meine Güte“, was soll ich da erzählen. Schlussendlich habe ich folgendes kleine Märchen zusammengezimmert-:)

Es war einmal … ein Schlossgespenst, das sich in seinem tief eingeschneiten und zerfallenen Schloss echt langweilte und fror. Im Keller gerade mal eine einzige Weinflasche mit einem erstklassigen Tropfen vorrätig. Das Schlossgespenst schnappte sich diese und sprang auf einen vorbeifahrenden Pferdeschlitten, wo es sich auf dem leeren Rücksitz gemütlich einrichtete.

Immer weiter ging die Fahrt auf dem verschneiten Waldweg. Schon erreichten sie den Waldrand, Kinder spielten dort. Eines zielte mit einem Schneeball direkt auf ein Krähennest, welches im Geäst eines kahlen Baumes gut sichtbar war. 

„Nicht getroffen“ spotteten die Krähen und das Schlossgespenst stimmte mit ein in das Gezeter. 


Beim ersten Haus am Dorfrand sprang das Schlossgespenst aus dem Pferdeschlitten. Es wollte mit dem Dorfgespenst, das dort im Keller hauste den edlen Tropfen gemeinsam verkosten und, wie immer, das Neueste aus der Gespensterwelt erfahren.

Und wenn sie nicht verschwunden sind, dann tratschen sie noch heute.

In welche Geschichte würdest du die sechs Worte verpacken? Viel Vergnügen bei Dichten und Fantasieren – und beim Erzählen der Geschichte an einem gemütlichen Winterabend-:)

Wer Verlangen nach einem richtigen Winter hat, kann seine Sehnsucht mit den Bildern auf dem YouTube-Video unten vielleicht etwas stillen. Oder in diese Gegend fahren, falls es dort Schnee gibt-;)


Altes Kaminstück
Draußen ziehen weiße Flocken
Durch die Nacht, der Sturm ist laut;
Hier im Stübchen ist es trocken,
Warm und einsam, still vertraut.

Sinnend sitz ich auf dem Sessel,
An dem knisternden Kamin,
Kochend summt der Wasserkessel
Längst verklungne Melodien.

Und ein Kätzchen sitzt daneben,
Wärmt die Pfötchen an der Glut;
Und die Flammen schweben, weben,
Wundersam wird mir zu Mut.
(das ganze Gedicht lesen)
Heinrich Heine 1797 – 1856 

Liebe Grüsse aus dem
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