Dienstag

Die Welt hat dergleichen nötiger ~ Tag der Menschenrechte


Mir tut allemal weh,
wenn ein Mensch von Talent stirbt,
denn die Welt 
hat dergleichen nötiger als der Himmel.
G.C. Lichtenberg


Messt mich nicht an meinen Erfolgen,
sondern messt mich an den vielen Malen,
in denen ich gefallen und wieder aufgestanden bin.
Nelson Mandela

Heute am 10. Dezember, der Trauerfeier↓ für Nelson Mandela, wird auch der Tag der Menschenrechte↓ begangen. Es soll nicht vergessen werden, dass sich allzu viele Menschen weltweit nicht darauf verlassen können, dass sich ihre Regierungen an die Menschenrechte halten.

Viele Menschen gehen deshalb heute demonstrieren, so z.B. auch die Tibeter in der Schweiz, die sich in Genf für die Menschenrechte ihrer Schwe-stern und Brüdern in Tibet einsetzen. Tibet ist seit 1950 unrechtmäßig von China besetzt↓. 

Viele Tibeter und Tibeterinnen leiden in ihrem eigenen Land so sehr, dass sich Männer wie Frauen selbst verbrennen. Seit 2009 haben 122 Menschen so ihr Leben geopfert, in der Hoffnung auf mehr Freiheit und die Einhaltung der Menschenrechte in ihrem Land.

In einem Interview sagt Dicki Chhoyang, Außenministerin der tibeta-nischen Exilregierung:

Seit 2009 haben sich 122 Menschen aus Protest gegen China selbst ver-brannt – Mönche und Nonnen, Bauern, Studenten, Nomaden, Intellektuelle. Sie alle fordern die Rückkehr des Dalai Lama und Frieden.

Die Tibeter leben in ständiger Angst, dürfen nicht ihre Meinung sagen, Chinas Regierung zerstört durch Bergbau-Projekte heilige Stätten. China reagiert auf Proteste mit noch mehr Unterdrückung. Wir versuchen die Tibe-ter von ihren drastischen Aktionen abzuhalten. Aber wir können die Politik nicht ändern, das müssen die Chinesen tun. Davon wollen wir sie überzeugen.
Ganzes Interview HIER↓ lesen


Gerade in diesen Tagen debattiert unsere Regierung darüber ein Frei-handelsabkommen mit China↓ abzuschließen, ohne überhaupt im Vertrag auf die Menschenrechtslage in China und die Arbeitsbedingungen dort hinzu-weisen.

Ich hoffe wir (das Volk) können darüber noch abstimmen, was die Befür-worter dieses Freihandelsabkommen mit China möglichst verhindern wollen. Warum wohl?

Was mich in den letzten Tagen auch beschäftigt hat, dass ein Politiker mit einem C  (für christlich) in seinem Parteilogo (CVP) fordert, dass die Schweiz auch Waffen an Länder liefern darf, die sich NICHT an die Menschenrechte halten. Und die Mehrheit der politischen Entscheidungsträger hat zugestimmt. Schande! HIER↓ lesen, wer mehr darüber wissen will.

Sagt nicht das christliche Symbol der allgütigen Liebe, dessen Geburts-tag wir nächstens feiern:  „Du sollst nicht töten?“ 

Wiegen einige Arbeitsplätze bei uns den durch diese Waffen ermög-lichten Tod durch Gewalt von Hunderten, vielleicht gar Tausenden auf? Gehen diese Menschen uns wirklich nichts an? Sind diese nicht auch unsere Nächsten?

Ich denke schon. Ich trage zwar weder ein Kreuz noch ein anderes Symbol um meinen Hals. Was mich antreibt, sind ein Sinn für Gerechtigkeit und ein soziales Gewissen. Mit J.W. von Goethe sage ich deshalb: Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln.“ Und was ich tun kann, tue ich, wenn es auch wenig ist.

In diesem Sinn wünsche ich besinnliche Momente im Advent!

Liebe Grüsse aus dem
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Bildquelle Weltkugel Wikipedia public domain