Montag

Himmelskino am Sonntagmorgen ~ Zuversicht angeknipst


Gestern. – Morgens um 07.55 Uhr steht der Mond noch voll am westli-chen Himmel, bevor er sich definitiv hinter einer dicken Wolke versteckt. Um später zu verschwinden in der für mich unsichtbaren Weite des Universums.


Ein Zufall. Denn gerade um diese Zeit öffnete ich das Westfenster um die frische Morgenluft im Zuhause zirkulieren zu lassen. 


Himmelskino↓ nenne ich solche überraschenden Sichtungen. Und die Sonne? die müsste sich doch langsam im Osten zeigen.


Um 08.08 Uhr einige beleuchtete kleine Wolken am nordöstlichen Himmel. Ein Ostfenster fehlt, also schnell ans Südfenster. Schauen, was sich da tut.


Im Südosten noch nichts, will heißen, die Sicht ist mir verwehrt. Häuser noch im tiefen Sonntagmorgen-Schlaf stehen breit und behäbig vor meinem neugierigen Blick. Na ja, vielleicht etwas mehr Licht lässt sich ausmachen. Geduld!


Und schnell und unbegreiflich schnelle
Dreht sich umher der Erde Pracht;
Es wechselt Paradieseshelle
Mit tiefer, schauervoller Nacht
Johannes Wolfgang von Goethe
aus Faust I, Prolog im Himmel


Einige Minuten später um 08.15 Uhr ein Blick in den Süden. 


Hach, da sehe ich wie sich die liebe Sonne in den Fenstern des Restaurants auf unserem Hausberg↓ spiegelt. 

Als wollte sie mir zurufen: Schau, da bin ich doch (lächel).


Um 08.30 Uhr dann ein Blick hinaus vom Küchentisch. Die Spitze der Birke im Norden leuchtet golden. Wie macht sie das nur, die Sonne? Sie strahlt in alle Himmelsrichtungen, vergoldet und verzaubert die unscheinbarsten Dinge. 

Schön war es dieses Morgenkino!


Nächsten Sonntag wird unser zinsloses Darlehen eingelöst. Die entliehene Stunde zurückgezahlt. Und es geht dann mit großen Schritten auf den Novem-ber zu. Dieses Jahr schaue ich zuversichtlicher auf die düstere und kalte Jahreszeit als auch schon↓

Ein ausgeprägter Vitamin D-Mangelzustand↓ ist behoben. Müdigkeit und schnelle Erschöpfung Vergangenheit. Diese wieder gewonnene Kraft lässt mich gleichmütig die Dunkelheit und Kälte willkommen heißen. 

Mit einem: DAS WIRD SCHON!


Im Jahreszeiten-Kreislauf einmal oben, einmal unten. Und doch: die Sonne ist immer da, hinter den Wolken, hinter dem Nebel. Draußen im Universum und drinnen im Herzen.

Zuversicht ist angeknipst-:)))
Ein Moment kommt, ein Moment geht
JETZT DA SEIN