Sonntag

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge

habe ich dieser Tage vom Sommer Abschied genommen.

Mit einem weinenden Auge, weil ich die angenehme Wärme, den blauen Himmel, das Sonnenlicht nicht gerne ziehen lasse.

Mit einem lachenden Auge, weil es mir doch oft viel zu heiß war, und ich mich in der Wohnung mit geschlossenen Fensterläden vergraben musste, statt mich irgendwo draußen zu erfreuen. Für einen Hitzesommer mit 30+ ist meine Konstitution nicht gemacht, zu hellhäutig, zu kreislaufempfindlich.   

ABER – als ich diese Standup-Paddler* auf dem Zürichsee↓ sah, hat es mich richtig gepackt. Südseegefühle wie in Hawaii sind aufgekommen und das quasi vor meiner Haustüre. Mal ein Sport ohne Lärm und Umweltverschmutz-ung. Gefragt ist Konzentration und ein Gefühl für Balance. Eine Sportart wie sie mir auch sehr gefallen hätte, wäre ich noch jung und stark.

Surfen mit Segel, das tat ich vor vielen, vielen Jahren schon mal im Ägäi-ischen Meer in Griechenland. Na ja, es hat mich öfters ins Wasser gekippt, das Segel ist nicht einfach zu handhaben. Doch dieses Aufrecht-Stehend-Paddeln sieht sehr einfach aus, was es wahrscheinlich nicht ist, vor allem wenn es wegen vorbeifahrender Schiffe Wellengang gibt.

Ich finde das sind schöne Bilder um sich von diesem heißen Sommer zu verabschieden, von der heiteren, leichten Seite dieser Jahreszeit. So wie sie viele trotz oder dank der Hitze erleben durften.



Es war einer dieser Tage,
so klar, so still, so ruhig,
dass man fast meinen konnte,
die Erde habe ihre Bewegung unterbrochen,
um sich über die eigene Schönheit zu wundern.
Katherine Mansfield 1888 - 1923



Ich freue mich nun auf den Herbst, die Gravensteiner↓ aus dem Inland sind schon in den Verkaufsgestellen und auch die Zwetschgen, ebenfalls süße Trauben aus Italien. Auch die ersten orangeroten Kürbisse leuchten ver-lockend aus den Regalen.

Hach, wie schön ist doch der Herbst!
JETZT DA SEIN

*Im Internet gelesen:
Stand Up Paddle (SUP) ist ein Wassersport der immer mehr für Beliebtheit sorgt. Bei diesem Sport steht man auf einem Board, ungefähr 3 – 4 Meter lang und rudert mit einem der Körpergröße angepassten Paddel. 

Der Fitnesseffekt beim SUP-Sport ist in jedem Fall sehr effizient, da auf dem Board die Balance ständig beibehalten werden muss. Stand Up Paddling ist ideal für den ganzen Körper, denn das Paddeln kräftigt sowohl den Bauch, den Rücken und auch die Beine, da während des Paddelns der ganze Körper ange-spannt ist.

Seinen Ursprung hat das Stand Up Paddling in Polynesien, wo sich die Fischer auf Tahiti in ihren Kanus stehend auf dem Wasser fortbewegten. Auf Hawaii, dort wo das Surfen erfunden wurde, war Stand Up Paddling der Sport der Könige. Nur sie durften erhobenen Hauptes über das Wasser gleiten.

Später nutzten die Surflehrer auf Hawaii das Paddel um schneller zum Ufer zurückzugelangen. Surfer wie Laird Hamilton Robby Naish entwickelten das SUP zur eigenständigen Sportart.


Heute wird die Sportart vor allem in Hawaii, an der US-Pazifikküste, in Australien und Südafrika sowie auf den Britischen Inseln und in Japan betrie-ben. Frankreich übernimmt in Europa die Vorreiterrolle. Und auch auf dem Zürichsee wird der Sport von Jahr zu Jahr beliebter.