Freitag

Ein Sonntag mitten in der Woche ~ 1. August

Ja gestern war bei uns Sonntag mitten in der Woche. Nationalfeiertag! Erstmals seit ich hier lebe, war ich an der offiziellen Feier der Stadt. Und – es hat mir ganz gut gefallen. Eher ein Event der älteren Generation, zu der ich inzwischen ja auch gehöre-;)


Der Hauptredner war der Abt des Klosters Einsiedeln und ihm zur Seite eine junge Frau und ein junger Mann. Im Gesprächsstil haben die drei amüsant und nachdenklich zugleich über das Thema „Miteinander“ ihre Gedanken aus-getauscht, und auch das Publikum immer wieder miteinbezogen.

„Wir tun gut daran, nicht nur vom Miteinander zu sprechen, 
sondern das Miteinander auch zu wagen".

Anschließend ein Volksfest, und was halt so dazugehört: Bratwurst und Servela vom Grill, oder köstliche Spezialitäten aus den verschiedenen Lan-desgegenden. Und bei dieser Hitze, trinken, trinken und nochmals trinken, und nicht nur Bier-;)


Die italienische Schweiz, das Tessin, das als Gast den Showteil organi-sierte, hat mit seinem südlichen Charme und seinen Musikern und Musikerinnen uns eher zurückhaltende Deutschweizer so richtig aus der Reserve gelockt.


Ringelsocken in den Landesfarben, 
und auch die Tessiner Zoccoli wollten dabei sein.


Dirigieren und RegenSonnenschirm halten, geht doch (lach)


Hach diese Hitze, jetzt wäre es so schön im See baden zu gehen!

Zur allgemeinen Überraschung spielte auch eine Rockband auf. Noch nie etwas von denen gehört, doch im Tessin sollen sie eine bekannte Größe sein: die Tipsy Road↓. Das rockte und gefiel selbst den älteren Semestern. 


Fotografierende Fans ließen nicht lange auf sich warten, denn Rockmusik ist international. Ob im Tessin, in Japan oder China, sie klingt beinahe überall gleich.


Am besten hat mir die Musik der „Gruppo musicale Giangol“ gefallen, Tessiner Musiktraditon, neu interpretiert. Ein Geiger, ein Gitarist, ein Hand-harmonikaspieler und die Frau am Waschbrett (lach) und alle singen auch.


Erstaunlich die Energie dieser Musikanten bei der Hitze zu spielen, und sie waren dabei voll der Sonne ausgesetzt. Am Ende des Programms gesellten sie sich noch zum Publikum und spielten einige weitere Stücke. Wir sangen und klatschen kräftig mit, halt ein richtiges Volksfest.

Auf YouTube habe ich ein Video dieser Gruppe gefunden.

Arrivederci Ticino!


Das ist eine wunderschöne Berner Sonntagstracht, oft sind diese traditionell noch von Hand genäht.


Ich habe einige nette Leute getroffen, und wir hatten uns dies und das zu erzählen. Um dabei herauszufinden, dass diese oder jene ja ganz in der Nähe von einem wohnt in dieser großen Stadt. Ist doch interessant.


Am und auf dem See war natürlich auch ein Riesenbetrieb. Und erstaun-licherweise kam ich ganz gut zurecht mit der Hitze, aber es waren ja auch 
NUR 31 Grad.  Ist ja nichts gegen die 37 Grad von letzter Woche. Ich scheine mich langsam an diese Hitze zu gewöhnen, obwohl ich es sehr gerne kühler hätte (lach).


So lässt es sich aushalten!

JETZT DA SEIN
Na ja, auch bei der Hitze, obwohl ich ihr wenig nichts abgewinnen kann-;)