Dienstag

Himmel und Erde ~ Vollmond und Krantechnik

Gestern kurz vor Mitternacht war es als das Licht des Vollmondes zwi-schen den Wolken hervorbrach. Und einige Momente später stand er in seiner ganzen Pracht unverhüllt am Nachthimmel. Nachdem es den ganzen Tag bewölkt war, hatte ich nicht mehr damit gerechnet. Doch der kurze Blick aus dem Fenster vor dem Schlafengehen lohnte sich.


Die Korona↓ oder der Hof rund um den Mond soll als Vorbote von schlech-tem Wetter gelten, so hat es der Radiosprecher auf jeden Fall erzählt. Es soll ein speziell großer Vollmond gewesen sein, weil der Mond der Erde dieses Mal sehr nahe stand. 


Also mir ist er nicht grösser als sonst vorgekommen, aber ich habe ein Bild in der Zeitung (HIER↓) gesehen von einem Riesenvollmond im Hintergrund eines Gebäudes. Hach, da wäre ich überrascht, wenn ich so einen gigantischen Mond bei uns am Nachthimmel zu sehen bekäme.

Aber heute Morgen um 6.30 Uhr erlebte ich DIE Überraschung. Ja, so früh war ich schon auf, weil ich noch die Haare waschen wollte, bevor ich dann im Laufe des Morgens zum Taiji-Kurs↓ weggehen würde.

Draußen an meinem Küchenfenster im 3. Stock fuhr ein Mann per Lift an einer Stange hinauf, wohin denn? An seinen Arbeitsplatz in schwindelerregen-der Höhe. 


Des Rätsel Lösung: Der Mann hatte sich seinen Arbeitsplatz in kurzer Zeit alleine aufgebaut. Mit einem Steuergerät in seinen Händen zauberte er aus einem großen Laster einen Kran hervor. Welcher sich ganz von alleine auf-richtete mit allem was dazugehört. 




Ich war platt! Denn kürzlich hatte ich mich nämlich gefragt wie sie diese Monsterdinger wohl aufstellen und wieder abbauen. Nun hatte ich die Antwort vor meinem Küchenfenster (lach).

Der Kranführer hat dann in seiner Kabine und mithilfe der anwesenden Handwerker Ziegel und Bretter auf das Dach nebenan hinaufgehievt. Als diese Arbeit getan war, hat er den Riesenkran wieder alleine zusammengelegt mit seinem kleinen Steuergerät in den Händen. 



In zwei Stunden um 8.30 Uhr war der ganze Spuk vorbei. Und ich musste mich sputen ins Taiji, bin sogar ein paar Minuten zu spät gekommen, so faszinierte mich das Geschehen vor meinem Küchenfenster


Schon großartig diese Technik, sie erübrigt den Handwerkern viel harte Knochenarbeit, für die sie Stunden an Zeit und große körperliche Anstrengung investieren müssten.

Das erinnerte mich an einen tierliebenden buddhistischen Lehrer, der einmal sagte, wie glücklich er wäre, dass das Auto erfunden wurde, weil es den Lasttieren↓ viel schwerste Arbeit und Leid erspare. Diesen Aspekt hatte ich noch gar nie bedacht.

Mein Wunsch und meine Vision ist, dass all diese Technik immer mehr zum Wohle der Lebewesen eingesetzt wird und nicht zur Zerstörung oder um Kriege zu führen. Hach wäre das schön und des Menschen würdig!

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